27.03.2009

Abstrichbestecke der Greiner Bio-One GmbH nur für Anwendung in der Mikrobiologie geeignet Frickenhausen

[27. März 2009,14:00 Uhr] – Die von der Greiner Bio-One GmbH vertriebenen Abstrichbestecke sind ausschließlich für den Einsatz im medizinischen Bereich geeignet, eine Verwendung für molekulardiagnostische Analysen (DNA-Test) ist nicht vorgesehen.



Die Greiner Bio-One GmbH (GBO) entwickelt und produziert Einweg-Laborartikel aus Kunststoff und vertreibt unter anderem auch Abstrichbestecke für die Entnahme und den Transport von bakteriologischen, serologischen und zytologischen Proben in der Human- und Veterinärforschung. Diese eignen sich ebenso für Hygienekontrollen in der Lebensmittelindustrie sowie für die Probenentnahme von verschiedensten Oberflächen.  

In den Gesamtablauf für die Herstellung der Wattestäbchen fließen viele Herstellungs- und Bearbeitungsschritte ein: Die Baumwolle wird in ihren Herkunftsländern und bei kleinen Anbauflächen oft noch manuell gepflückt und geht dabei durch mehrere Hände; die Rohfasern werden anschließend geordnet (gekämmt), um daraus auf Handspindeln oder in Manufakturen Fäden herzustellen, die anschließend zu Watte weiterverarbeitet werden. Bis zur endgültigen Herstellung des Wattestäbchens einschließlich der Verklebung der Baumwollwatte auf die Holzstäbchen ist das Produkt durch viele Hände gelaufen. 

Die Wattestäbchen werden von der Firma Böhm Plastics Group über einen norddeutschen Importeur bezogen, die Kunststoffröhrchen und der dazugehörige Verschluss werden bei der Firma Böhm Plastics Group in Tettau (Bayern) hergestellt und anschließend mit dem Wattestäbchen zum Abstrichbesteck komplettiert. Bei der Montage der Wattestäbchen tragen die Mitarbeiter die vorgeschriebene Schutzkleidung, bestehend aus Handschuhen, Arbeitsmänteln und Schutzhauben für die Haare. Die Böhm Plastics Group ist ein langjähriger Partner von GBO, nach ISO-9001 zertifiziert und unterliegt einer ständigen qualitativen Überwachung durch Greiner Bio-One. 

Das fertig verpackte Abstrichbesteck wird abschließend mit ionisierenden Strahlen sterilisiert. Pilze, Bakterien oder Viren werden dabei unschädlich gemacht. Bereits vorhandene DNA-Verunreinigungen menschlichen oder tierischen Ursprungs können durch eine derartige Sterilisation jedoch nicht beseitigt werden. Ein steriles (keimfreies) Produkt darf also nicht mit einem DNA-freien Produkt verwechselt werden. Eine Verwendung des Abstrichbestecks ist daher für molekulardiagnostische Untersuchungen nicht vorgesehen, sondern nur für die im Katalog ausführlich beschriebenen spezifisch Einsatzbereiche wie beispielsweise für Untersuchungen durch den Wirtschaftskontrolldienst (WKD) in Gaststätten, Lebensmittelbetrieben oder öffentlichen Toiletten. 

Die Geschäftsleitung und auch die Mitarbeiter von Greiner Bio-One arbeiten gemeinsam mit dem LKA Stuttgart und der Böhm Plastics Group intensiv an einer Aufklärung. Die Entnahme von freiwilligen Speichelproben bei der Böhm Plastics Group ist bereits erfolgt, die Ergebnisse der Proben werden dem LKA in Kürze vorliegen. GBO-Geschäftsführer Heinz Schmid erklärt: „Selbstverständlich unterstützen wir die aktuellen Untersuchungen nach Kräften, um im Rahmen unserer Möglichkeiten zur schnellstmöglichen und vollständigen Aufklärung beizutragen.“


Greiner Bio-One GmbH – Geschäftsbereich BioScience
Die Greiner Bio-One GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Laborartikel aus Kunststoff. Sie ist Technologiepartner für Universitäten, Forschungsinstitute sowie die diagnostische, pharmazeutische und biotechnologische Industrie. Mit dem Geschäftsbereich BioScience zählt Greiner Bio-One zu den führenden Anbietern von Spezialprodukten für die Kultivierung und Analyse von Zell- und Gewebekulturen sowie von Microplatten für das Hochdurchsatz-Screening, die der Industrie und Forschung schnellste und effiziente Wirkstoffprüfungen ermöglichen. Darüber hinaus entwickelt Greiner Bio-One innovative Biochips für die Genotypisierung.
Die deutsche Unternehmenszentrale des Geschäftsbereichs BioScience in Frickenhausen (Baden-Württemberg) steuert unter der Leitung von Geschäftsführer Heinz Schmid die gesamte Forschungs- und Entwicklungsarbeit in den Produktbereichen Zellkultur, High-Throughput Screening, Biochips und OEM.
Die Greiner Bio-One GmbH ist eine Sparte der Greiner Bio-One International AG, die ihren Sitz in Kremsmünster (Österreich) hat. Heute erzielt die Greiner Bio-One International AG einen Umsatz von 241,7 Millionen Euro und ist mit rund 1.200 Mitarbeitern, 18 eigenen Niederlassungen und zahlreichen Vertriebspartnern in mehr als 100 Ländern präsent.

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72636 Frickenhausen
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